EIN BLICK INS INNERE VON ZURIGA (2/2)

(9. Okt. 2017)

Vier Wochen später...

 

Die vielen farbigen Zettel hängen immer noch, das Chaos nimmt aber langsam strukturierte Formen an. Und die zwischenzeitlich angespannten Gesichter spazieren morgens noch immer meist fröhlich in die Fabrik.

 

Seit vier Wochen erhalte ich nun Einblick in das Start-Up Unternehmen und bin berührt von der Begeisterung und Vision der ZURIGA-Menschen, die, trotz grosser Hindernisse und Rückschlägen, ungebrochen ist. Unruhig gespannt warten z.B. alle schon wochenlang auf die verspätete Lieferung der letzten Bauteile. Sie können es kaum erwarten endlich «richtig loszulegen». Zwischenzeitlich werden Montagehilfen hergestellt. Und dann wird gemeinsam entschieden: einzelne Baugruppen sollen bereits vormontiert werden. Das fehlende Teil wird später noch eingebaut. Das ist zwar komplexer und aufwändiger. Aber so gewinnen wir immerhin etwas Zeit.

 

Im gläsernen Sitzungsraum, liebevoll «Chalet» genannt, werden rege Diskussionen geführt. Oft brüten Mitarbeitende über Lösungen von anstehenden Problemen, nicht selten allerdings sitzen im Chalet Zulieferer, neue Lieferanten und Dienstleister. Tarife werden verhandelt, Vorschläge von Verpackungen untersucht und über ein sicheres Kommunikationssystem debattiert. Tausend kleine Details führen ZURIGA letztlich zum Erfolg. Und ich erkenne: bei diesen vielen kleinen Dingen Prioritäten zu setzen, das Wichtige voran zu stellen, das ist die grosse Herausforderung.

 

Anfang letzter Woche – nun also in meiner vorerst letzten Woche bei ZURIGA hat ein weiterer Mitarbeiter hier begonnen. Flavio wird der erste sein, der sich ausschliesslich um die Montage der Espressomaschinen kümmern muss (oder darf?). Ich werde Ende Oktober nochmal für ein paar Tage zu ihm zur ZURIGA Crew zurückkehren. Und dann hoffentlich so viele Maschinen wie nur möglich zusammenbauen können. Weil, was ich den meisten Lesern wohl «unfairerweise» voraus habe: ich weiss, dass sich das Warten lohnt. Schon heute schmeckt mir der Kaffee aus unserer ZURIGA daheim viel besser als jeder andere.

 

Herzlich,

Magnus Buschor



EIN BLICK INS INNERE VON ZURIGA (1/2)

(15. Sep. 2017)

Überall farbige Zettel. Sie kleben an Wänden, Tafeln und Möbeln. Überall Paletten mit Kartonschachteln und Kisten. Das war also meine erste Woche hier bei ZURIGA. Normalerweise unterrichte ich technisches Werken in St. Gallen; arbeite also mit Schülerinnen und Schüler. Während der nächsten 3 Wochen werde ich selber zum Schüler. Nach 15 Jahren Lehrersein, hat mir meine Schule eine „Auszeit“ gegönnt. Während des dreimonatigen Sabbaticals schaue ich in die verschiedensten Projekte rein. Im August war ich noch auf einer Baustelle für ein Mittelalterliches Kloster. Jetzt nimmt es mich wunder, wie ein junges Kafimaschinen-Startup so „tickt“.

 

In der kleinen Fabrik wuselt es. Immer wieder werden neue Gestelle aufgestellt und Tische umgestellt (dazwischen aufgestellte Gesichter). Noch stehen nur Prototypen herum. Jeden Tag kommen aber mehr Einzelteile für die erste Grossserie. Gerade eben habe ich 5 Paletten Metallgehäuse vom „Lastwägeler“ entgegengenommen.

 

Viel kann ich noch nicht sagen nach dieser ersten Woche. Sehr wohl aber, dass die jungen Menschen engagiert sind. Vieles sieht chaotisch aus, aber vielleicht sieht das ja auch nur „von aussen“ so aus. Ich freu mich auf die nächsten Wochen. Und berichte an dieser Stelle dann gerne von meinem „ein-Blick“.

 

Magnus Buschor

 



WIR BAUEN EINE FABRIK

(26. Juli 2017)

November: Wir schleppen schwere Kisten über eine lottrige, vereiste Holztreppe in unser Atelier. Es liegt im Hinterhof eines Reihenhauses, ein winziges Studio im ersten Stock. Die Funktionstests für die ersten Maschinen machen wir in der benachbarten WG-Küche.

 

Februar: Durch drei Räume müssen unsere Lieferanten, um bei uns anzukommen. Wir sind im Kellerraum einer Lehrlingswerkstatt eingemietet. Zwei Scheinwerfer sorgen für etwas «Höhensonne», wie wir das warme Licht getauft haben.

 

Juli: Gerade transportiert ein Gabelstapler die letzten Eisenbahnräder ab, während wir unsere auf Paletten verpackte Firma abladen. Früher fuhren ganze Zugkompositionen in diese Hallen ein, um revidiert und gewartet zu werden. Jetzt gehen die SBB – und die ZURIGA kommt.

 

Nach einer Odyssee durch drei Stadtteile schlagen wir ein neues ZURIGA Kapitel auf. Wir bauen eine Fabrik – in einem Backsteingebäude mit hohen, lichtdurchfluteten Räumen, nahe Altstetten. In den nächsten Wochen erstellen wir hier eine Fertigungsstrasse, auf der täglich mehr als 10 Espressomaschinen montiert werden. Das kann ja heiter werden.




ZURIGA IN BASILEA

(19. Juli 2017)

Seit diesem Frühling leistet eine ZURIGA ihren Einsatz bei unseren Soeder Freunden im Westen. Am schönen Spalenberg mitten in Basel darf man die Maschine in Natura prüfen. Und bekommt vor allem einen Espresso zum Probieren.

 

Letzten Samstag war Moritz persönlich vor Ort. Bei schönstem Wetter und saftigem Zitronenkuchen servierte der Chef Espresso – und stand den Passanten Red und Antwort.

 

Vielen Dank allen für den Besuch – wir kommen wieder!

 



SIE SIND UNTERWEGS

(7. Juli 2017)

Die Woche war ein Kraftakt. Von früh bis spät haben wir an der Produktionsstrasse gearbeitet. Schläuche aufgesteckt, Bleche verschraubt, Kabel eingezogen. Die fertigen Maschinen haben wir zweimal getestet, bevor sie verpackt und versendet werden konnten.

 

Jetzt, am Freitag, haben unsere Mechaniker wunde Hände, krumme Rücken und wohl auch ein paar Nerven weniger. Aber es hat sich gelohnt: Die letzten ZURIGA express der aktuellen Serie können heute noch verschickt werden und sind voraussichtlich am Samstag bei den Kunden.

 

Gerade noch rechtzeitig, denn schon nächste Woche beginnen wir mit den Bestellungen für das nächste Los im September. Dann wollen wir gleich dreimal so viele Modelle produzieren wie jetzt.



WARTEN AUF KOMPONENTEN

(27. Juni 2017)

Glastanks, Siebträger und Holzdeckel - fast alles ist da. Und heute trafen auch die Boiler bei uns ein. Noch sind sie alle fein säuberlich in Seidenpapier verpackt. Jetzt fehlt uns noch eine letzte Lieferung. Dann legen wir los. So werden in den nächsten Tagen 50 neue ZURIGA Espressomaschinen entstehen. Handgemacht mitten in Zürich.

 





DIE ERSTEN MASCHINEN SIND ABGEHOLT

(28. Feb. 2017)

Die allerersten ZURIGA-Besteller sind seit zwei Wochen im Besitz ihrer neuen Espressomaschine (die sogenannten „Crowdfunding-Supporter“). Fast alle haben ihre Maschinen abgeholt und mittlerweile ist unsere Werkstatt wieder entsprechend leer. Es hat also Platz gegeben für die nächste grössere Produktionsserie. Bevor wir aber neue Holzgriffe, neue Boiler und Gehäuse bestellen, werden wir die Maschine noch einmal überarbeiten. Keine Angst, die Veränderungen werden von euch nicht wahrnehmbar sein. Am Äusseren ändert sich nichts. Genauso wenig verändern wir an der Funktionalität der Espressomaschine. Was wir verbessern, betrifft ausschliesslich die Montage im Inneren. Noch ist der Zusammenbau des Gehäuses viel zu aufwändig, als dass wir es in grösseren Losgrössen produzieren können. In diesen Wochen liegt der Fokus unserer Aktivitäten also auf den Vorbereitungen für die „Serien-Produktion“.

 

Leider hat das auch zur Folge, dass wir die angekündigten Lieferzeiten nicht einhalten können. Mit untenstehendem Link gelangt ihr zu einer Tabelle, wo wir die erwarteten Lieferdaten offenlegen. Was uns bleibt, ist um Verständnis zu bitten für die Verzögerung. An unseren Qualitätsansprüchen halten wir fest. So stellt sich nicht die Frage „ob“ wir es schaffen, sondern schlicht „wann“ wir Euch die Maschine ausliefern können.

 

Vielen Dank für’s Vertrauen!

 

Moritz



ES HAT NICH SOLLEN SEIN

(21. Dez. 2016)

In unserer Werkstatt summt und brummt es. Wir montieren die ersten Espressomaschinen für unsere Crowdfunding-Unterstützerinnen. Am morgigen Apéro stehen die ZURIGAs bereit, um von euch getestet zu werden. Nur, mit nach Hause geben können wir sie noch nicht. Denn eines der letzten Bauteile, so mussten wir bei der Qualitätsprüfung feststellen, wurde uns leider fehlerhaft geliefert.

 

Alle Crowdfunding-Unterstützer haben wir bereits informiert. Sie erhalten die Maschine in der zweiten Januarhälfte.

 

Den Apéro morgen behalten wir natürlich bei. Alle Tassen und der Kaffee stehen bereit.

 

Wir freuen uns, Euch morgen zu sehen.

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EINLADUNG ZUM APÉRO

(12. Dez. 2016)

ÜBERGABE DER ERSTEN 35 MASCHINEN

 

Die ersten 35 Espressomaschinen haben wir noch vor Weihnachten versprochen. Jetzt sind wir mitten in der Montage. Jeden Tag erreichen uns Komponenten. Der Glastank ist schon da, genauso Boiler, Schalter und das Edelstahl-Gehäuse. Auf einzelne Teil warten wir noch. Aber wenn uns nichts dazwischenfunkt, dann werden wir die Maschinen kurz vor Weihnachten parat haben.

 

Grund genug, Euch zu einem kleinen Apéreo einzuladen. Lasst uns anstossen auf das alte Jahr. Oder auf das Neue. Oder einfach auf den Feierabend.

 

Donnerstag 22. Dezember 2016, 17oo - 19oo

QWSTION invites, Badenerstr. 156 in Zürich

 

Wir freuen uns auf Euch!



DANKE FÜR DIE ZUSCHRIFTEN

(30. Sep. 2016)

DIE GESCHICHTE VOM LOKFÜHRER

 

Wir haben so viele Nachrichten erhalten und sind schlicht gerührt von den persönliche E-Mails, von Mut zusprechenden Glückwünschen, und von den „genau-auf-das-haben-wir-gewartet“-Nachrichten. Ein paar Geschichten möchten wir Euch nicht vorenthalten. Hier als Erstes die vom Lokführer.

 

 

Hallo Moritz,

 

das war ein spezieller Tag. Am morgen früh ca. 03.50 Uhr kurz nachdem ich meinen Wecker zur Ruhe gebracht habe, (ich arbeite als Lokführer bei den SBB) hörte ich ein vertrautes Geräusch aus der Küche. Die Kaffeemaschine fing an zu laufen ohne mein zutun. Das Wasser lief einfach raus und ich konnte den Spuck nur durch das rausziehen des Kabels aus der Steckdose unterbrechen.

 

Bei einer Arbeitsunterbrechung sondierte ich den Kaffeemaschinenmarkt ein wenig und entschied mich am Migros Limmatplatz eine Maschine zu bestellen. Als ich nach Hause kam funktionierte unsere alte Maschine wieder. Ich las dann den Tagiartikel und zahlte gleich einen Crowdfunding-Gutschein ein.

 

Vorhin ging ich nochmals in die Migros und stornierte den Kauf um Eure Zuriga-Maschine zu kaufen. Den Betrag abzüglich Gutschein habe ich überwiesen und freue mich, das gute Stück baldmöglichst in den Händen zu halten in der Hoffnung, dass die alte Trumix noch ein wenig durchhält.

 

Freundliche Grüsse

 

S aus Zürich

 

PS: ich hole die Zuriga dann gerne bei Euch ab



DANKE!

(2. Sep. 2016, auf wemakeit.ch)

LIEBE ALLE

 

Eine Mischung aus „ziemlich in Verlegenheit geraten“, glücklich, stolz, aufgeregt und sehr dankbar - irgendwo in diesem Gefüge liegt unsere Stimmungslage nach dem gestrigen Tag.

 

Der ZURIGA-Artikel im Tagesanzeiger wurde weit über 10‘000 aufgerufen und war der zweitmeist gelesene Online-Artikel des ganzen Tages. Entsprechend zahlreich waren die Aufrufe auf unserer Website. Und gerade hat uns jemand zugesteckt, dass die ZURIGA express bereits in Deutschen Kaffee-Online-Foren diskutiert wird.

 

Noch am Dienstag beim Fertigstellen der wemakeit-Kampagne waren wir unsicher, ob wir wirklich genug Interessenten zusammenkriegen, um die Produktion der ersten 35 Maschinen zu finanzieren. Und dann habt ihr lieben Unterstützerinnen und Unterstützer all unsere Zweifel in wenigen Stunden zerstreut. 

 

Wir wissen noch gar nicht, was hier – und wie uns gerade geschieht. Aber wir sind uns bewusst, dass wir all die Lorbeeren (und klar: auch das Geld) als Vorschuss erhalten haben. Jetzt werden wir umso leidenschaftlicher und motivierter in die kommenden Aufgaben herangehen. Damit möglichst viele noch vor Weihnachten einen Espresso aus ihrer ZURIGA trinken können.

 

Vielen Dank für die Unterstützung

Moritz

 

 

PS: Wer sich bereits jetzt eine Maschine der zweiten Serie sichern möchte: www.zuriga.ch/shop

 

PPS: Wir haben so viel Fragen, Tipps, Hinweise und motivierende Glückwünsche bekommen, dass wir es einfach nicht schaffen, alle rechtzeitig zu beantworten. Wir werden jede Nachricht persönlich beantworten und bitten dafür einzig um etwas Geduld. Alle allgemein relevanten Fragen nehmen wir in unsere Website auf.

 

PPPS: Nachdem die Crowdfunding-Kampagne ja bereits am ersten Tag die Zielmarke überschritten hat, werden wir uns Gedanke machen, was wir in den verbleibenden 27 Tagen anstellen. Wir sortieren die Fäden neu und melden uns in den nächsten Tagen.